Der Lions Club Aschaffenburg Pompejanum hatte den Kammerchor Ars Antiqua und das Collegium Musicum für sein Benefiz-Weihnachtskonzert gewonnen, der Chor der Aschaffenburger Grünewaldschule und Wilfried Haugg als Rezitator rundeten das Bild ab. Das abwechslungsreiche Programm deckte alle Gefühlsaspekte ab, die Weihnachten hervorruft - von feierlich bis humorvoll, von beschaulich bis kritisch.

Fürs Feierliche sorgte zuerst einmal Ariane Metz an der Orgel, die den ersten Satz aus Bachs C-Dur-Concerto mit raffinierter Registrierung und virtuoser Technik zum Erklingen brachte. Die weite Spreizung in den Tonhöhen, die schnellen Läufe und immer wieder die kadenzartigen Akkorde wirkten wie eine großartige Ankündigung. In drei deutlich voneinander abgesetzten Blöcken führte der Kammerchor Ars Antiqua mit wirkungsvoll dargebotenen Sätzen vom 16. Jahrhundert zur Gegenwart. Ganz von oben, wie vom Himmel kommend fiel das »Ave Maria« von Nicolas Gombert sanft auf die Zuhörer nieder, zusammen mit zwei weiteren Werken von Bach und Eccard wirkte die Musik streng und friedlich zugleich. Etwas gefühliger, romantischer wurde es mit Werken von Grieg, Rutter und dem Volkslied »Maria durch den Dornwald ging« in einer schönen Bearbeitung von Chorleiter Stefan Claas. Damit der letzte Block mit Weihnachtsliedern nicht ins Sentimentale abrutscht, hatte man moderne Chorsätze gewählt, und so wurde mit Hilfe ungewohnter chromatischer Rückungen und Mediantenverschiebungen aus Franz Xaver Grubers »Stille Nacht« ein spannendes Stück Musik, das in diesem Gewande in kein Kaufhaus mehr passen würde.

Fürs Kritische und Humorvolle sorgte Rezitator Wilfried Haugg mit einer Brechtgeschichte und den Aufzeichnungen eines bayerischen Bauernbuben, der die etwas »langweilige« heimische Krippe mit Donald Duck, Batman und einem Brontosaurier effektvoll aufpolierte.

Den Solopart des Sopran hatte kurzfristig Britta Hahn übernommen, die mit den Arien »Flößt mein Heiland« aus Bachs Weihnachtsoratorium und »Er weidet seine Herde« aus Händels Messias ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Intonationssicherheit und Beweglichkeit ablegte. Begleitet wurde sie vom Collegium Musicum, das wie so oft souverän spielte.

Doch schließlich will ein Orchester nicht nur begleiten, sondern auch als eigenständiger Musikkörper wahrgenommen werden. Was böte sich da zur kalten Weihnachtszeit besser an als »Der Winter«, wie ihn Antonio Vivaldi in seinen »Vier Jahreszeiten« meisterlich in Szene gesetzt hat? Den Part der Solovioline hatte Mona Haberkern, eine ehemalige Dalberg-Schülerin, übernommen und mit Bravour ausgefüllt. Von John Rutter stammten Chanson und Rondeau, bei dem die Streicher einen samtenen Klangteppich hinlegten, auf dem Ute Heininger-Lippert die warmen Töne der Soloflöte ausbreiten konnte.

Weihnachten ist richtig schön erst mit Kindern - und so gingen die Lieder der kleinen Sänger aus der Grünewaldschule direkt vom Ohr ins Herz. Stefan Claas hatte seine Mühe, einerseits das Collegium Musicum zu dirigieren und gleichzeitig den hinter ihm aufgestellten Kinderchor die richtigen Einsätze zu geben. Meistens klappte alles wunderbar. Mit einem gemeinsamen Lied, bei dem die Zuhörer bei weitem nicht die Stimmgewalt des Kinderchors erreichten, klang eine gelungene Einstimmung auf das Christfest dank der engagierten Mitwirkung aller Beiteiligten aus.

(Quelle: Mainecho 27.12.2007)

 

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