Barbara Karl im Festtagsdirndl führte durchs Programm, das ganz im Sinn des derzeitigen Präsidenten Walter Schafelner gestaltet war. Teils humorvolle, teils nachdenklich stimmende kurze Texte - wie »An Weihnachten wieder an Weihnachten denken« - las die Moderatorin zwischen den Musik- und Gesangsbeiträgen.

Der Kammerchor und Kinderchor Ars Antiqua, die beide von Stefan Claas geleitet werden, setzten erneut Maßstäbe, die dem Vergleich mit professionellen Ensembles standhielten. So wurde aus dem von Claas arrangierten Volkslied »Süßer die Glocken nie klingen« ein Kunstgenuss.

Klare Kinderstimmen

Während der Kinderchor unter Stabführung von Almut Lang den Gesangspart übernahm, dirigierte Claas im Hintergrund den Kammerchor und ein kleines, ausgewähltes Streicherensemble des Collegium Musicum Aschaffenburg. Die Instrumentalisten und erwachsenen Chorsänger lieferten die stilvolle Untermalung ohne Worte zu den bestechend klaren Stimmen der Kinder und Jugendlichen. Manche Zuhörer waren so hingerissen, dass ihnen Tränen in den Augen standen.

Richtig alpenländisch wurde es mit dem Gesangstrio dreiXang: Bibi Philipp (Sopran), Anne-Bärbel Ruf-Körver (Mezzosporan) und Monika Kaiser (Alt) haben sich mit ihren glockenhellen und angenehm natürlichen Stimmen schon bei anderen Konzerten, etwa beim Aschaffenburger Advent in der Stadthalle (wir berichteten), in die Publikumsherzen gesungen. Dieses Mal verwandelte das Trio Traditionelles aus Oberösterreich und dem Salzkammergut in gesungene Bibelgeschichten. Jedes Wort war klar verständlich beim Besuch des Engels in »Gegrüßet seist du Maria« und der Herbergssuche in »Nachtn spat erst«.
Durchaus alpenländisch klangen auch die Ausschnitte aus der anspruchsvollen St.-Eustacchius-Messe von Karl Stiegler (1876-1932), die das Wiesbadener Hornensemble weich und mit cantilenem Schwung präsentierte. Der Kammerchor Ars antiqua führte mit jedem altbekannten Weihnachtslied aufs Neue vor, wie erlesen populäre Weisen klingen können, von »Es kommt ein Schiff geladen« bis hin zu »Es ist ein Ros’ entsprungen«.
Dazwischen gab’s Festliches von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Die Harfenistin Julia Rosenberger und die Flötistin Barbara Schedelbeck ergänzten sich harmonisch als Solistinnen im C-Dur-Andantino KV 299 zur feinen Streicherbegleitung.

»Drei Nüsse für Aschenbrödel«

Die Streicher allein überzeugten mit dem Andante in F-Dur KV 138 aus dem Divertimento Salzburger Sinfonie, indem sie jeder Stimme Charakteristik verliehen. Ein Glanzlicht war Rosenbergers filigran ziseliertes Solostück »Drei Nüsse für Aschenbrödel« von Karl Svoboda (1938-2007).

Mit drei strahlenden Gesängen aus dem Oratorium »Messias« von Georg Friedrich Händel (1685-1757) setzten Kammerchor, Streicherensemble und die bestens disponierte Solosopranistin Britta Hahn dem Konzert am Schluss die Krone auf. Lebendig und dynamisch erklang »Ein Kind ist uns geboren«, mit überschwänglicher Freude »Jubelt, jubelt!« und licht wie ein sich öffnender Himmel »Sein Joch ist leicht«.

Wem das Herz überfloss nach so viel Wohlklang, der konnte - nach rauschendem Applaus und Dank durch den Lions-Vizevorsitzenden Rainer Plönissen - froh mit einstimmen in den Südtiroler Andachtsjodler.

Quelle: Mainecho 22.12.2015

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