Dabei standen auch hier zum Teil altbekannte Werke und Lieder auf dem Programm. Doch es zeigte sich einmal mehr, dass es sowohl auf die Mischung, als auch auf die Interpreten ankommt. Das Trompetenensemble Schuhwerk eröffnete mit Pauken und Trompeten, nämlich mit Carl Philipp Emanuel Bachs »Marcia« das Weihnachtskonzert.

Spätestens beim dann folgenden Kammerchor Ars Antiqua dürfte auch der letzte Zuhörer im ausverkauften Kirchenraum sich seinen Alltagsgedanken ab- und der Musik zugewandt haben. Denn einem solchen Gesang kann man sich nicht entziehen: lupenrein und klar artikuliert und gleichzeitig so unendlich zart und weich. Vor allem mit dem Volkslied »Maria durch ein Dornwald ging«, das die Sänger in einer Bearbeitung ihres Dirigenten Stefan Claas vortrugen, konnte der Chor überzeugen.

Als eine gute Wahl erwiesen sich die Werke zweier Komponisten, die selten auf Weihnachtskonzerten zu hören sind und die das Collegium Musicum, ebenfalls unter der Leitung von Stefan Claas, spielte: das Andante con moto aus der Suite von Leos Janacek und zwei Tänze aus der Capriol Suite des Engländers Peter Warlock. Vor allem Warlocks festlich getragene Pavane und die heiter, beschwingten Bransles passten ausgezeichnet in den weihnachtlichen Konzertabend. Auch das Gitarrenduo Sophia & Ivo Kaltchev, das Bachs Präludien eine differenzierte Eleganz verlieh, fügte sich harmonisch in den kammermusikalischen Rahmen. Etwas aus selbigem heraus fiel hingegen das Adagio aus dem Klavierkonzert f-Moll und die Badinerie aus der Orchestersuite Nr. 2, h-Moll von Johann Sebastian Bach, das Yacine Khorchi am E-Piano und Florian Kettler am Schlagzeug zu Gehör brachten. Es spricht nichts dagegen, Bach zu verjazzen. Aber vor allem beim Adagio wirkten die Solisten gehemmt. Ganz davon abgesehen, dass das Schlagzeug eher störend wirkte.

Ein Höhepunkt des Abends, der dank des Kinderchors Ars Antiqua auch anspruchsvoll vorgetragene klassische Weihnachtslieder wie »Ihr Kinderlein kommet« und »Es ist ein Ros entsprungen« im Programm hatte, war das »Laudate Dominum« aus »Vesperae solennes de confessore« von Mozart. Hier erwiesen sich die Sopranistin Anna-Lena Denk, der Kammerchor Ars Antiqua und das Collegium Musicum als ideale Besetzung: zum Einen, weil sie das Laudate nicht so schleppend, wie man es oft hört, sondern in genau dem richtigen Tempo intonierten und zum Anderen, weil Denks Timbre wunderbar zu Mozarts Stück passt, sie mit dem Vibrato zu haushalten wusste und auch die Fortissimo-Stellen nicht übertrieb.

Zwischen den Musikstücken las Barbara Karl weihnachtliche Texte wie Julius Kreis' »Damals«, in dem von »Flügelrauschen zu Weihnachten« die Rede ist. Am Ende dieses Konzertabends hatte man eine Ahnung, was der Autor damit gemeint haben könnte.

Quelle: Nina-Anna Beckmann im Mainecho vom 23.12.2009

 

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