Benefiz-Konzert des Hilfswerks des Lions Clubs Aschaffenburg Pompejanum e.V. am herrlichen Sommersonntag zugunsten der Frühförderung sehbehinderter und blinder Kinder.

Erfreulich für die Veranstalter: Die Resonanz war - bezogen auf die Anzahl der Stühle in der Christuskirche - wesentlich größer als die Beteiligungsprozente bei der Bayern-Wahl am selben Tag!

Dissonanzen werden zum Genuss, wenn sie sich in Wohlgefallen auflösen. Wie bei der Orgel-Pièce von Johan Alain, der im Jahr 1911 in Saint-Germain-en-Laye, der französischen Partnerstadt von Aschaffenburg, geboren wurde. Sollte man nicht in den Parlamentssälen Orgeln einbauen lassen, um die Kakophonieteufelchen zu vertreiben? Kantor Christoph Emanuel Seitz wäre dazu der richtige Mann!

Es war ein »Wanderkonzert«, dargebtoten von drei Spielorten: der Altarinsel, dem ehemaligen Chorraum und der Orgelempore. Es begann mit dem Geistlichen Stück »Der Herr schauet vom Himmel« von Heinrich Schütz, dem Wanderer durch die Zeiten gewaltiger Umbrüche im Dreißigjährigen Krieg. Am Ende des Programms stand wiederum ein Geistliches Konzert von Heinrich Schütz für Sopran, Bass und Basso continuo, diesmal »Wann unsere Augen schlafen ein«.

Zwischen diesen konzertanten Eckdaten gab es eine »Wanderung« mit musikalischen Köstlichkeiten vom 16. bis in das 20. Jahrhundert und wieder zurück; ein »Who is who« hervorragender Komponisten ihrer Zeit: Heinrich Schütz und Georg Philipp Telemann, Cesar Franck, Jules Massenet und Jehan Alain, Otto Nicolai, Antonin Dvor?ák, Luigi Baccherini, Wolfgang Amadeus Mozart und schließlich wieder Heinrich Schütz. Wie die »Bilder einer Ausstellung« für Sopran, Bass-Bariton, Violine, Violoncello, große Orgel, Truhenorgel und Klavier in verschiedenen Besetzungen an den Wegstrecken.

Das war hautnah erlebte Musik in der lichtdurchfluteten Aschaffenburger Christuskirche mit ihrer hervorragenden Akustik. Reif zum Mitschnitt für eine Fernsehübertragung! Die Sopranistin Laurie Reviol, Kanadierin, Dozentin an der Frankfurter Musikhochschule und »leidenschaftliche Jazzsängerin« demonstrierte die hohe Kunst des Koloratursingens. Stefan Claas, Bundeschormeister im Maintal-Sängerbund, ist überregional eine feste Größe - auch als Bass-Bariton und Organist.
Barbara Keller, Violine, international kammermusikerfahren, ließ ihr Instrument so bezaubernd singen wie der Cello-Pädagoge an der Städtischen Musikschule Aschaffenburg sein Cello in der Alt-Lage.

Der Kantor der Christuskirche, Christoph Emanuel Seitz, bewies einmal mehr: Er ist ein souveräner Beherrscher der weißen und der dunklen Tasten und kann darüber hinaus noch eine ganze Menge mehr. Das war ein vorzügliches, am Schluss vom Publikum begeistert gefeiertes Konzert: Ein Quintett als Wanderführer durch 90 Minuten anspruchsvollen Musikgeschehens.
Christian Giegerich

(Main-Echo, 23.09.2003)

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